Valles Calchaquíes

Wilde Schluchten, weite Ebenen, Kulturlandschaft. Die Valles Calchaquíes bieten Abwechslung und betören die Sinne. Von Salta-Stadt aus kann man in mindestens drei Tagen eine sehenswerte Rundtour absolvieren.

Quebrada de las Conchas

Zunächst geht es mit dem Auto oder dem Bus in Richtung Süden auf der gut ausgebauten Ruta 86, vorbei an Kulturlandschaft und einigen Orten. Die Landschaft wird immer trockener und wilder: Die Quebrada de las Conchas, eine Wüstenlandschaft mit rotzackigen Felsen, die ersten Kakteen, gleißende Sonne.

Garganta del Diablo, Valles Calchaquíes

Quebrada de las Conchas

Zunächst geht es mit dem Auto oder dem Bus in Richtung Süden auf der gut ausgebauten Ruta 86, vorbei an Kulturlandschaft und einigen Orten. Die Landschaft wird immer trockener und wilder: Die Quebrada de las Conchas, eine Wüstenlandschaft mit rotzackigen Felsen, die ersten Kakteen, gleißende Sonne.

Entlang der Strecke liegen einige Felsformationen, die in bester Marketingabsicht mit eingängigen Namen versehen wurden, aber trotzdem meist einen Besuch lohnen: Vor allem die "Garganta del Diabolo" (Teufelsschlucht, Foto) und das "Anfiteatro" (Amphitheater). Etwas Kletterei bringt Abwechslung, allerlei Indio-Hippietrödel ist zu kaufen. Und wenn dann noch eine Musikgruppe Indiomusik spielt, dann ist die Illusion perfekt.

Cafayate

Das Herz der Valles Calchaquíes. Hier wächst der höchstwachsende Wein Argentiniens. Weit und breit ist die Stadt von Weinreben umgeben, den Wein kann man in einer Reihe von Bodegas und Restaurants kosten. Ein anheimelnder Ort mit einer schmucken Plaza, Cafés, touristisch gut ausgestattet, für alle Kategorien, von Rucksack bis Koffer.

Von Cafayate aus geht es über die Ruta 40 in die nördlichen, "wilderen" Valles Calchaquíes. Gleich hinter San Carlos, einem netten, im Vergleich zu Cafayate kleineren und stilleren Ort, ist die Straße nicht mehr asphaltiert, aber trotzdem - langsam bei maximal Tempo 40 - gut zu befahren. Kontraste wohin man blickt: Ein naturbelassenes, scheinbar unendliches Tal mit einem vor sich hin schlängelnden Fluss, einzelne Weiden eingestreut, aber überwiegend unbewohnt und unbewirtschaftet. Dann durchquert die Straße marsähnliche Felsformationen, die Farben wechseln bunt durcheinander: rot, rötlich, ocker, braun, weiß, grau. Nach jeder Kurve eine neue Welt, die erstaunt. Man kann sich einfach nicht satt sehen.

Cachi

Cachi

Nach etwa 100 Kilometern und stundenlanger Fahrt belebt sich die Umgebung wieder und Cachi kommt in Sicht. Ein ansprechendes Städtchen auf einer Anhöhe vor einer Traumkulisse. Die Andenkette mit dem Nevada de Cachi und seinen 6.380 Metern. Cachi ist Wochenendziel vieler Städter aus Salta, die es sich leisten können. Trekking, Fischen und Geländewagen lassen ihr Herz höher schlagen. Es gibt gute Hotels, von denen sicher das Hotel des argentinischen Automobilclubs ACA den höchsten (und in Euro durchaus bezahlbaren) Komfort bietet.

In der Nähe der Plaza mit der Kirche, einem kolonialen Kleinod, wie eigentlich die Stadt überhaupt kolonialen Atem in sich trägt, finden sich einige schöne Restaurants im Stil der Stadt. Eine Besonderheit sind Möbel und andere Gegenstände, die aus dem Holz der Riesenkakteen, den "Cardones" hergestellt wurden.

Parque Nacional de los Cardones

Zurück auf dem Weg nach Salta durchquert die Straße den beeindruckenden Nationalpark der Riesen-Kakteen. Benannt wurde der Park nach dem "Cardón" Echinopsis atacamensis, einer Kakteenart, die auf bis zu 3.400 Höhenmeter wächst und während ihrer Lebenszeit von 250 bis 300 Jahren bis zu 3 Meter hoch wächst.

Los Cardones

Die Straße erklimmt Höhen bis etwa 3.500 Metern. Die Luft ist dünn und klar, Hochebene, so weit das Auge reicht. Hier wachsen keine Bäume, nur ein widerstandsfähiges, büscheliges Gras. Ein Farbspiel aus Gelb, Ocker und Braun und manchmal ein leuchtendes Rot vor der Weite des zumindest im Winter tiefblauen Himmels. Und viel, viel Wind.

Dann beginnt der Abstieg. Es geht rasant hinab, Kurve um Kurve, die Cuesta del Obispo. Langsam wird klar, wie weit oben wir uns befanden, unter dem Dach des Anden-Himmels. Wieder betörende Landschaftsformationen, Schluchten, Felsen, Kakteen bis zu den ersten Siedlungen, Orten und, schließlich, die Stadt Salta. Herzlich willkommen zurück in der Realität.

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