Theater

Wie meist bei Kulturdingen, wird auch beim Theater die Hauptstadt mit Argentinien gleichgesetzt. In diesem Fall hat dies durchaus seine Berechtigung. Buenos Aires ist die Theatermetropole, nicht nur Argentiniens.

Wie keine andere lateinamerikanische Stadt zeichnet sich Buenos Aires zeichnet sich für eine junge, kreative und innovative Theaterszene aus, der nach der Berliner Version des Festivals "Theater der Welt" 1999 der Durchbruch nach Europa gelungen ist. Nele Hertling, Intendantin des Hebbel-Theaters in Berlin und Kuratorin des Festivals Theater der Welt 1999 hat mit Hilfe des Goethe-Instituts Buenos Aires durch ihren scharfen Blick als erste die neue Kraft der Theaterszene in Buenos Aires erkannt und sie nach Deutschland befördert.

Der Klassiker: Teatro Colón

Neben dieser jungen Theaterszene gibt es in Buenos Aires ein ausgedehntes Angebot an klassischen Formen. Das bekannteste und bedeutendste Opernhaus Lateinamerikas bleibt ohne Zweifel das Teatro Colón, ein überdimensioniertes Gelände, das in den letzten jahren um seine Existenz ringt und genau wie alle Opernhäuser der Welt jährlich ein drittel des Gesamtetats der Stadt verschlingt.

Das alte 1857 eröffnete Teatro Colón musste bereits 30 Jahre später, am 13. September 1888, seine Tore wieder schließen. Die Stadt Buenos Aires beschloss jedoch, den Verkaufspreis zum Bau einer größeren und technisch besser ausgestatteten Oper zu verwenden, und betraute damit Angel Ferrari und die Architekten Tamburini, Meano und Dormal. Das neue, im französisch-italienisch Barockstil gehaltene Teatro Colón wurde nach einer Bauzeit von 18 Jahren im Jahre 1908 fertiggestellt und am 25. Mai 1908 mit einer Aufführung von Verdis Aida eingeweiht.

Teatro San Martín

Neben dem Opernhaus bietet das städtische Teatro San Martín mit seinen drei Sälen eine reiche Auswahl an zeitgenössischem und klassischem Theater. Dort sind die wichtigsten deutschen Kompanien aufgetreten, u.a das Berliner Ensemble, das Wuppertaler Tanztheater (Pina Bausch), Susanne Linke und die Berliner Schaubühne. Die beste Information zur aktuellen off-Szene bietet die Seite von Alternativa Teatral auf Spanisch.
Darüber hinaus bietet die Seite vom CELCIT (auf Spanisch) interessante Informationen und auch neue Texte der interessantesten argentinischen jungen Autoren, die man kostenlos herunterladen kann.

Quelle: Goethe Institut Buenos Aires

 

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