Talampaya-Nationalpark

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Der sehenswerte Nationalpark liegt im Westen der Provinz La Rioja. Auf einer Fläche von insgesamt 215.000 Hektar vereinen sich Kultur und Natur in dieser gebirgigen Region untrennbar miteinander.

Die verlorene Stadt

Durch Jahrtausende der Erosion entstanden cañonartige Landschaften mit hoch aufragenden Felswänden. Am bekanntesten sind die des Talampaya-Flusses ("Talampaya-Cañon") und die von Los Cajones. Zerklüftete, bizarre Formationen aus Sand und Stein bilden ungewöhnliche Silhouetten, wie z. B. in einer Gegend, die als Ciudad Perdida (Verlorene Stadt) bezeichnet wird.

Auf weiten Flächen wächst kaum etwas außer einigen fleischigen Gräsern, Büschen, regionalen Baumarten und Kakteen. Die hohen rötlichen Felswände dienen einigen Vogelarten als Ruheplätze, z. B. dem Anden-Kondor oder Wanderfalken.

Dinos und andere Fossilien

In Talampaya und in dem nahegelegenen Ischigualasto finden sich Fossilien im Überfluss. Für Wissenschaftler sind die Funde besonders deshalb interessant, weil sie praktisch das gesamte Erdzeitalter des Trias repräsentieren und damit die Zeit, in der Dinosaurier auf der Erde lebten.

So fand man mit Lagosuchus Talampayensis einen Dinosaurier, der vor etwa 250 Millionen Jahren lebte und somit zu den frühesten Dinosauriern der Erde zählt. Wichtige Funde sind noch Schildkrötenfossilien, die etwa 210 Millionen Jahre alt sind.

Felsgravuren

Auch die archäologischen Funde sind von Bedeutung. Menschen, die zwischen 120 und 1180 n. Chr. Talampaya bevölkerten, nutzten die Höhlen und Felsüberhänge als Wohnräume, Lager und Bestattungsplätze. Auf senkrechten Felswänden und großen Felsen drücken eine große Anzahl eingravierter, menschen- und tierähnlicher Figuren, aber auch auch abstrakter Figuren unterschiedlichster Geometrie eine Einheit von Natur und Kultur aus. Solche archäologischen Schätze können insbesondere in Puerta de Talampaya und Los Pizarrones besichtigt werden.

Hinweis für Reisende

Mit dem Auto erreicht man den Nationalpark über die Provinzialstraße Nr. 26, die den Nationalpark zwischen Villa Unión und Los Baldecitos durchquert. Das Informationszentrum befindet sich 14 Kilometer nordöstlich dieser Route. Es ist Ausgangspunkt für den Besuch des Talampaya-Cañons.

 

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