Les Luthiers

Les Luthiers - ein Gesamtkunstwerk

Sie sind ein Phänomen, das die Grenze der spanischen Sprache nicht überschreiten konnte, und daher in Deutschland praktisch unbekannt blieb. In Argentinien sind Les Luthiers dagegen Teil der nationalen Identität.

Seit ihren Anfängen sind sie ein Gesamtkunstwerk: Die Luthiers schreiben Musik und Texte ihrer Programme selbst und setzen sie in Szene. Auch heute noch bringen sie Menschen durch ihre unverwechselbare Musik und den frischen, eleganten und subtilen Humor zum Lachen. Der Gründer, Gerardo Masana, starb am 23. November 1973 im Alter von 37 Jahren. Von den ursprünglichen Mitgliedern des Ensembles sind heute noch Jorge Maronna, Marcos Mundstock und Daniel Rabinovich an Bord; hinzu kamen Carlos López Puccio und Cárlos Núñez Cortés.

Geschichte: vom Studentenchor zum Kult

Les Luthiers entstammen einer lebhaften universitären Chor-Szene der 1960er Jahre. Als Gruppe von Studenten machten sie 1965 mit einer Musikparodie auf einem Chorfestival 1965 auf sich aufmerksam. Im Mittelpunkt stand die "Cantata Laxatón", komponiert vom Architekten Gerardo Masana, der auch die meisten der selbst gebauten Instrumente erfunden hatte. Das Stück war eine Parodie auf eine Barock-Kantate und der Text war dem Beipackzettel eines bekannten Abführmittels entnommen.

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Les Luthiers

Die damals "I Musicisti" genannte Gruppe hatte mit ihren avantgardistischen Programmen auf Anhieb großen Erfolg, etwa mit "I Musicisti y las Operas Históricas" (I Musicisti und die historischen Opern), das sie im Zentrum für Theater-, Kunst- und Musikwissenschaften "Instituto Di Tella" zum Besten gaben. Seit 1967 nennt sich die Gruppe "Les Luthiers". Das Ensemble produziert seit 1977 alle zwei Jahre ein neues Programm, das sie in Buenos Aires darbieten (Foto oben: 1972). Daneben gehen Les Luthiers in Argentinien und im spanischsprechenden Ausland auf Tournee.

Instrumentos informales

Das Ensemble nahm den französischen Namen eines Herstellers von Saiteninstrumenten "Luthier" wegen ihrer Gewohnheit an, Musikinstrumente aus ungewöhnlichen Materialien zu entwickeln: aus Dosen, Schläuchen, Kartonröhren, Ballons, etc. Der erste "Baumeister" dieser informellen Instrumente war Gerardo Masana. Das erste Instrument, das er baute und das heute noch ihren Dienst versieht, die riesige, fahrbare Stangen-Basspfeife ("bass-pipe a vara"), bestand aus Karton, den er im Abfall fand, und aus Haushaltsgegenständen.

 

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