Kunst & Malerei

Arte indígena

Argentinien kann auf eine lange Kunsttradition zurückblicken. Schon Jahrtausende bevor die ersten Eroberer und Einwanderer das Land betraten, schufen indianische Völker wahre künstlerische Kleinode: ein Erbe, das heute in Vergessenheit geraten ist.

Wie in anderen Bereichen des kulturellen Lebens orientierte sich die Kunstproduktion Argentiniens später an europäischen Modellen, zunächst vor allem an Spanien und Frankreich. Heute spielen auch Deutschland und die USA eine Rolle. Inzwischen zählt Argentinien neben Brasilien und Mexiko zu den ersten Adressen des lateinamerikanischen Kunstmarkts.

 

Das 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert fand der künstlerische Ausdruck eine besonders große und anziehende Vielfalt. In den 1920er Jahren kehrten Xul Solar und Emilio Pettoruti aus Europa zurück, wo sie die Poesie des Surrealismus und des Kubismus mitbrachten. Solars Werk ist eine Mischung aus Tarot, der Astrologie, der jüdischen Kabale und der Mystik, die sich in einer Welt der Utopie und des Traums vereinen.

Antonio Berni (2. von oben rechts) ist der wohl populärste der argentinischen Künstler. Für die Malerei stellt er das Gleiche dar, wie Jorge Luis Borges für die Literatur. Der Vergleich ist berechtigt, wenn man bedenkt, dass er die Saga von Ramona Montiel und Juanito Laguna schuf, zwei Gestalten am Rande der Konsumgesellschaft, die in einer Welt zu überleben versuchen, die sie ignoriert.

In den 1960er Jahren begann mit der "Grupo de la Neofiguración", die von Ernesto Deira, Luis F. Noé, Jorge de la Vega und Rómulo Macció gebildet wurde, ein fruchtbarer Zeitabschnitt, die mit der Gründung des Instituts Di Tella, ihren Höhepunkt fand. Im Gedächtnis der Künstler ist dieses Institut ein mythischer Ort, insbesondere weil dort sehr viel experimentiert wurde.

Zeitgenössische Kunst

Heute gibt es viele Künstler, die durch ihre Arbeit herausstechen, u. a. Nicolás García Uriburu, dessen Werk mit der Militanz eines ökologischen Streiters verbunden ist; Victor Grippo (rechts 2. von unten), der auch international wegen seiner Beiträge zur Konzeptkunst rund um ein aus Argentinien stammenden Nahrungsmittels, der Kartoffel, anerkannt ist. Und Alfredo Portillos (rechts unten), der mit einem Werk, das in den religiösen Volksmythen Lateinamerikas verwurzelt ist, das menschliche Gewissen zum Leben erwecken will.

 

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