Die Jesuitenmission

UNESCO-Welterbe

In der roten Erde dieser Region zeugen die Missionsruinen vom großartigen Werk der Jesuiten, wo die indianische Kultur sich mit der europäischen Kultur ohne Gewalt verbunden hat. Schon kurz nachdem die Missionsarbeit in der Gegend des Paraná und Guayrá begann, breitete sich die Gründung von Dörfern aus zu den Einzugsgebieten des Río Uruguay, und später bis zum Tape und dem Itatin.

Die Geschichte der jesuitischen Mission

Die Eingeborenen nahmen an Zahl ab und nahmen gleichzeitig mit der Lehre des Evangeliums Arbeitsgewohnheiten und sozialer Organisation. Aber die Menschen der Guayrá-Region konnten den Angriffen von Mamelucken oder Banden, die aus Sao Paolo aus dem heutigen Brasilien kamen, nicht widerstehen. Ihr Ziel war es, Indios gefangen zu nehmen und als Sklaven zu verkaufen. In nur vier Jahren, von 1627 bis 1631 zerstörten sie neun Dörfer und es wurde 60.000 Indios als Sklaven verkauft.

Dies bewegte den Pater Antonio Ruiz de Montoya den Exodus der verbleibenden Einwohner dieser Dörfer zu organisieren. Eine große Kanuflotte, die 1631 mehr als 12.000 Menschen transportierte machte an den Ufern des Flüsschens Yabebiry Halt und gründete, trotz aller Mühsal und Katastrofen, die Dörfer Loreto und San Ignacio Miní auf heutigem argentinischem Territorium.

San Ignacio Miní, Misiones, Argentinien

Dazu stießen andere Dörfer, die aus demselben Grund vom Tape emmigrieren mussten (1634-1636) und vom Itatin (1669). Daher konzentrierte sich ein großer Teil der Missionsaktivitäten entlang der Ufer der Flüsse Paraná und Uruguay. Mehr als 30 Orte mit mehr als 100.000 Guaranís organisierten sich in dieser Gegend.

Auf dem Boden der heutigen Provinz Misiones (12) blieben bestehen: San Ignacio Miní, Loreto, Santa Ana, Corpus, Candelaria, San José, Apóstoles, Concepción, Santa María la Mayor, Mártires y San Javier. In der jetzigen Provinz Corrientes: San Carlos, Santo Tomé, La Cruz y Yapeyú. Außerdem blieben auf dem Boden des heutigen Paraguay und in Brasilien jeweils etwa 8 Missionssiedlungen bestehen mit ihren Höfen, Baumwoll- und Yerba-Mate-Plantagen.

San Ignacio Miní, Misiones, Argentinien

San Ignacio Miní

Beeindruckend sind die Ruinen der Jesuitenmission von San Ignacio Miní. 1696 gegründet, bewohnten den Ort zu seiner Blütezeit um 1730 mehr als 4000 Missionare und Indios. Nach vielen Jahren unter üppiger Vegetation, sind die Ruinen seit relativ kurzer Zeit wieder zugänglich. Besonders eindrucksvoll sind die Überbleibsel der Kathedrale und des Ordenshauses aus rotglühendem Sandstein.

 

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Jesuitenmission, Argentinien