Wasserfälle von Iguazú

UNESCO-Welterbe

Von seinen Quellen in den Höhen der Serra do Mar, die hinter Curitiba in Brasilien gelegen sind, fließt der Fluss Iguazú über 500 km, gespeist von zahlreichen Zuflüssen. Bevor er sich die Wasserfälle hinunterstürzt ist das Flussbett zwischen 500 und 1500 Meter breit.

Höhepunkt: Die Fälle

Kurz sich das Wasser hinunterstürzt, wird das Flussbett von zahlreichen Inseln und Inselchen durchsetzt, was zu einer einer Reihe von Flussarmen führt. Daraus ergeben sich viele einzelne Wasserfälle einer Höhe von 74 Metern, deren Anzahl mit dem Wasserstand variiert. Die gesamten Fälle dehnen sich über eine Länge von 2700 Metern aus, von denen sich 2000 Meter auf der argentinischen Seite befinden.

Nachdem sich der Fluss über die mächtige Stufe gerettet hat fließt der "untere" Iguazú in engen Schluchten, die nur noch etwa 80 Meter breit sind. Durch die Kraft des Wassers, die dessen Bett langsam aushöhlt, brechen die Basaltsäulen, die die Wasserfälle bilden und fallen zu den Füßen der Wassersäulen, wo sie in Trümmern verbleiben und umspült werden.

Dieser Prozess geht weiter und hat schon dazu geführt, dass die Fälle seit ihrem Ursprung vor etwa 100.000 Jahren ca. 23 km zurück gewichen sind. Am Anfang dieser Entwicklung befanden sie sich an dem Ort, der heute "Tres Fronteras" (Drei Grenzen) genannt wird, also dem Ort, an dem heute der Iguazú in den Río Paraná mündet.

Nationalpark

Der Nationalpark, eine der ersten geschützten Regionen in Amerika, die 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe ausgerufen wurde, liegt im Nordwesten der Provinz Misiones und umfasst eine Oberfläche von 67.000 Hektar. Ziel des Parks ist es, ein Beispiel des subtropischen Urwalds zu konservieren und die majestätischen Iguazú-Wasserfälle zu schützen.

Rundwege

Mehrere Rundwege erschließen die Iguazú-Wasserfälle auch für den Normaltouristen. Der kürzeste, etwa 700 Meter lange Weg führt oben an den bekanntesten Fällen vorbei und dauert etwa 30 Minuten ("Circuito superior cataratas"); der längste ist etwa 4 Kilometer lang.

Adressen & Tipps

  • Im alten und berühmten Hotel Cataratas, das heute ein Besucherzentrum ist, gibt es ein Informationsbüro, in dem die Parkwächter alle Fragen beantworten können. Es ist jeden Tag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Dort können auch Führer genommen werden. Eine Informationstafel gibt Auskunft über alle Aktivitäten des Nationalparks.
  • Bootsservice zum Teufelsrachen (Garganta del Diablo) jeden Tag bis 17:30 Uhr.
  • Etwa ein Kilometer vom Besucherzentrum entfernt befindet sich ein sehenswertes Vogelobservatorium.
  • Bootsexkursionen führen bis direkt zu den Wasserfällen; auf einem Safari-Wagen kann man Trips durch den Urwald unternehmen.
  • In der Nähe der Wasserfälle gibt es den freien Campingplatz "El Ñandú", zu dem man auf dem gleichen Weg wie zum Sendero Macuco gelangt. Organisierte Campingplätze findet man in Puerto Iguazú.

 

Google maps

 

Sie befinden sich hier / Home / » REISEN / Nordosten / Iguazú-Fälle 

 

Cataratas de Iguazú, Argentinien