Geld: Peso & Co.

Der Peso

Gesetzliches Zahlungsmittel ist und bleibt der argentinische Peso. Über mehr als zehn Jahre bis Anfang Februar 2002 war er fest an den amerikanischen Dollar gekoppelt und konnte jederzeit in jeder Bank 1:1 in Dollars gewechselt werden. Für die Argentinier bedeutete dies eine bis dahin ungewohnte Geldwertstabilität.

Geldwert heute

Der Kurs des Peso war über einige Zeit hinweg relativ stabil bei rund 6 Euro gelegen. Inzwischen macht sich die galoppierende Inflation stark bemerkbar. Es existiert ein offizieller Umtauschkurs, der bei ca. 10 Pesos für einen Euro liegt. Doch der "DollarBlue" oder "EuroBlue", der Schwarzmarktkurs, sieht anders aus: Der Euro Blue liegt derzeit (November 2015) bei rund 18 Pesos für einen Euro.

Man kann überall in Argentinien Euros in Pesos wechseln und mit Pesos zahlen. Achtung: Für Touristen/Ausländer gelten häufig andere - höhere - Preise als für Einheimische, z. B. für Flugreisen. Und auch in Touristenzentren werden für ausländische Touristen andere Preise gemacht als für Argentinier, etwa für Unterkünfte, Touren, Flüge. Preisvergleiche lohnen sich also!

Geldwechseln nach dem Euro Blue-Kurs ist an vielen Orten auf der Straße, in manchen Geschäften inoffiziell möglich, nicht nur in Touristengegenden. Vorsicht ist jedoch angebracht.

Was mitnehmen? - Geld wechseln

In Deutschland sind keine argentinischen Pesos zu erhalten. Auf jeden Fall sollten Reisende daher Euros oder US-Dollars mitnehmen. Reiseschecks bieten sich aufgrund ihrer Sicherheit an, werden allerdings nur von größeren Hotels und Wechselstuben angenommen. Auch Kreditkarten machen Sinn.

Wechseln kann man in Argentinien in Banken oder Wechselstuben, wobei beide eine Provision kassieren. Mit ec-Karten, die über eine "Maestro"-Funktion verfügen (steht drauf!), kann an vielen Bankautomaten mit der Geheimzahl Geld abgehoben werden. Die meisten Geschäfte nehmen auch Kreditkarten an. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Beleg vor den Augen des Kunden und nur einmal erstellt wird. Am Bankautomaten, in Banken oder Wechselstuben kann man nur nach dem offiziellen Kurs wechseln.

Was ist billig, was teuer?

Alles in allem ist Argentinien für Europäer kein teures Reiseland, aber auch kein billiges. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den letzten Jahren haben die Preise deutlich angezogen. Dies betrifft nicht zuletzt Exportartikel wie Rindfleisch, für die Hersteller und Händler Weltmarktpreise verlangten oder versuchten diese durchzusetzen. Rindfleisch ist daher heute nicht viel billiger als in Deutschland und für den Durchschnittsargentinier ausgesprochen teuer. Die Inflation tut ihr Übriges, insbesondere für Argentinier, deren Lohnerhöhungen nicht mit der Inflation Schritt halten.

Günstiger sind vor allem die meisten Verkehrsmittel (Taxi, Bus, Zug, Metro) mit Ausnahme der Flüge sowie manche Dienstleistungen, Restaurants, Bars, etc.; außerdem vielleicht in Argentinien hergestellte und überwiegend hier vermarktete Produkte wie Kleidung, Lederprodukte und manche Grundnahrungsmittel.

Teuer sind alle importierten Produkte wie Autos, Möbel, elektronische Geräte, aber auch importierte Kleidung. Und eben Produkte, die zu einem großen Teil exportiert werden.

Stand: November 2015

 

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