Esteros de Iberá

Diese Ökoregion nimmt den zentralen Norden der Provinz Corrientes ein und schließt die so genannte Senke von Iberá ein, eine wasserreiche Wanne, die sich im Allgemeinen nach Südosten neigt sowie andere Sumpfniederungen wie el Batel, Batelito und Santa Lucia. Alle Niederungen breiten sich fächerförmig Richtung Westen aus, wobei aus einigen von ihnen Flüsse, wie der Corrientes oder der Santa Lucia-Fluss entstehen, und drainieren das mittlere Paraná-Tal.

Die verschiedenen Landschaftsformen werden als Lagunen bezeichnet, angestaut von flottierender Vegetation, Überschwemmungs- und Sumpfland. Die Sumpfniederungen werden von sandigen Landzungen voneinander getrennt, die den Hauptanteil des Landschaftsreliefs der Gegend ausmachen. Sowohl die Senke von Iberá als auch die anderen Niederungen stellen alte Flussbetter des Río Paraná dar, die durch diesen in vergangenen Zeiten geformt wurden; die sandigen Landzungen entstanden aus Materialien, die der Fluss anschwemmte.

Vegetation

Die eigenständige Vegetation der verschiedenen Lebensräume der Ökoregion setzt sich zusammen aus:

  • Gemeinschaften von Pirizales und andere verwurzelte Sumpfvegetation
  • Staubecken mit Camarotes und anderen Pflanzen, die beim Treiben flottierende Inseln bilden
  • Mit Pfeilgras bestandenes Überschwemmungs- und Sumpfland
  • Wiesen, die auf Sandbänken Überschwemmungen ausgesetzt sind
  • Waldinselchen, die in der Region "Mogotes" genannt werden und die sich aus Bäumen des Paraná-Urwalds zusammensetzen, wie z.B. dem Timbó, dem Lapacho und dem Lorbeerbaum

Fauna

Die Tierwelt der Region ist außerordentlich vielfaltig. Sowohl Spezies aus der Paraná-Region als auch aus dem Chaco leben hier. Unter den Reptilien gibt es große Bestände des stumpfnasigen (eifarbigen) oder schwarzen Alligators (Yacaré); verschiedene Wasserschildkröten; Schlangen, wie die Boa Curriyú und die Ñacaniná-Giftschlange.

Unzählig sind die Vögel, die in dem Gebiet heimisch sind. Zu ihnen zählen der Yabiyú, der Klapperstorch, der Tuyuyú, Wasserhühner, der Chajá und viele andere. In höheren Zonen findet sich u.a. der Ñandú und auch Raubvögel, wie der Sperber und der Zwergadler. Andere Vögel wie der hellblaue Guacamayo sind ausgerottet.

Unter den Säugetierten finden sich bedrohte Populationen wie der Guazú-Mähnenwolf und der Sumpfhirsch. Andere typische Spezies der Region sind u.a. der kleine Flusswolf und der Pampa-Fuchs. Kleinere Bestände der Bergkatze, der schwarzen Katze (gato moro) und des Tamandúas bestehen ebenfalls fort.

 

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Esteros de Iberá, Argentinien