Tangolegende Carlos Gardel

Die ersten Jahre

Carlos Gardel wurde als Charles Romuald Gardès am 11. Dezember 1890 in Toulouse, Frankreich, geboren. Da Gardel sein Privatleben weitgehend unter Verschluss hielt, ist nicht viel über seine Herkunft bekannt. Gardels Vater erkannte ihn nicht als seinen Sohn an, die Mutter wanderte bald mit ihm nach Argentinien aus.

Am 11. März 1893 erreicht Gardel mit seiner Mutter Buenos Aires. Schon bald singt er in Cafés und Kneipen, vor allem Volkslieder. 1908 beginnt er unter dem Namen "El Morocho" (Der Dunkle) bekannt zu werden. Gegen 1911 lernt Gardel den Sänger José Razzano aus Uruguay kennen, der ihn mit der Musik des Jahrzehnts vertraut macht und den Weg der künstlerischen Gestalt Gardels vorzeichnet.

Auf dem Weg zum Ruhm

Seine Karriere als Tangosänger nimmt 1918 mit dem Lied "Mi noche triste" seinen Ausgang. Vor allem seine Plattenaufnahmen in Argentinien und Europa sicherten Gardels Popularität. Im Oktober 1927 kehrte er nach Spanien zurück, passierte Barcelona und Madrid, bevor er nach Paris weiterreiste. In dieser Zeit wurde er zum erfolgreichsten Tangosänger, schrieb Stücke wie "Mano a mano" (1920), "Desdén" (1930), "Melodía de arrabal" (1932) und "Volver" (1935).

Gardels Filmkarriere hatte zwar schon 1916 begonnen, aber erst in den USA widmete er sich stärker dem Film. In den Paramount-Studios in New York entstanden sehr erfolgreiche Kinofilme, die seinen Ruhm auf ganz Amerika ausweiteten - Musikfilme, die den Sänger Gardel in vollem Glanz erstrahlen ließen.

Zu seinen wichtigsten Filmen zählen

  • "Mano a mano" (1930, von Eduardo Morera)
  • "Luces des Buenos Aires" (1931, von Adelqui Milgar)
  • "La casa es seria" (1932, von Alfredo Le Pera)
  • "Espérame" (1932, von Louis J. Gasnier)
  • "Melodía de arrabal" (1932, von Louis J. Gasnier)
  • "Cuesta abajo" (1934, von Louis J. Gasnier)
  • "El tango en Broadway" (1934, von Louis J. Gasnier)
  • "El día que me quieras" (1935, von John Reinhardt)
  • "Tango bar" (1935, von John Reinhardt)

Die Legende Gardel

Am Montag, 24. Juni 1935, ging das Flugzeug, in dem er reiste, in der Nähe von Medellín, Kolumbien, beim Versuch abzuheben in Flammen auf. Carlos Gardel wurde auf dem Chacarita-Friedhof in Buenos Aires begraben. Bewunderer aus der ganzen Welt pilgern zu seinem Grab.

Die Wärme seiner Stimme und sein früher Tod machten aus Gardel eine Legende, die man nicht mehr beschreiben oder loben muss. Sein Name bleibt unzertrennlich mit dem Tango verbunden.

 

Carlos Gardel

 

 

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